UBUNTU

Eine Schule, die Warmherzigkeit und Vertrauen in die Kinder voraussetzt, die Lernen voneinander und miteinander als natürlichen Prozess – Lernen als lebenslangen Prozess aller Beteiligten ansieht und viel Liebe und Energie investiert.

 

An der Ubuntu-Schule lernen wir ganzheitlich und erleben die Natur hautnah. Wir bieten eine flexible, familienfreundliche Lernstruktur mit unserem Model von 2/3 Privatschule draussen und 1/3 Unterricht zu Hause. Unser Lernort ist der Wald.

Selbstbestimmtes Lernen, Selbstwirksamkeit erleben

Die Kinder lernen, indem sie spielen, experimentieren, einander etwas zeigen, im Rollenspiel vertieft sind, diskutieren, forschen, ausprobieren, anderen zusehen, sich über alles Mögliche unterhalten, lesen, sich etwas erklären lassen,... einfach indem sie aktiv am Leben teilnehmen.

Das freie Spiel nimmt einen zentralen Punkt in unserem Schulleben ein und prägt den Alltag der Kinder an der Schule. Denn das Spiel ist eine ursprüngliche und sehr natürliche Lernform. Im Spiel ist das Gehirn völlig offen und frei für neue Verknüpfungen und Erfahrungen. Das Spiel ermöglicht das ungezwungene Erproben von Möglichkeiten und hilft dem Kind emotional wie auch geistig den günstigsten Weg zu finden. Im Spiel ist das Kind entspannt und angstfrei, die beste Voraussetzung für ein kreatives, assoziatives und problemlösendes Lernen.

Indem das Kind sein Handeln selbst steuert, wird es interessiert bleiben. Seine Aktivitäten bringen Freude und werden zu sinnvollen Erfahrungen.

Bindungsorientiertes, nachhaltiges Lernen

Intrinsisch motiviertes Lernen findet statt, wenn ein Kind sich sicher fühlen kann. Starke Beziehungen geben dem Kind Sicherheit, sich selbst auszuprobieren. Wir legen viel Wert auf ein familiäres Umfeld, und bauen auf stabile Beziehungen.

Die moderne Neurobiologie ist der Meinung, dass Kinder mit einer unglaublichen Lust am eigenen Entdecken und Gestalten zur Welt kommen. Nie wieder ist ein Mensch so neugierig, so gestaltungslustig, so entdeckerfreudig und so begeisterungsfähig wie am Anfang seines Lebens. 

Diese Gabe ist der eigentliche Schatz der frühen Kindheit. Und diesen Schatz müssen wir besser als bisher bewahren und hegen. 

Kinder lernen bekanntlich nicht, was wir Erwachsenen sagen, sondern, was wir vorleben. Indem wir eine liebevolle Beziehung zu ihnen und anderen Erwachsenen vorleben, machen sie es nach.

Wertschätzung und eigenverantwortliches Handeln

Da die Kinder intrinsisch motiviert lernen, erfahren sie sich nicht nur selbstwirksam, was ihr Selbstbewusstsein stärkt, sondern lernen auch Verantwortung für Ihr Handeln zu übernehmen und fühlen sich wertgeschätzt, weil wir sie ernst nehmen. Wir gehen davon aus, dass jedes Kind einzigartig ist, eigene Talente und Potenzial hat, dass es in ihrem/seinem Tempo entfalten und entwickeln darf. Jedes Kind hat einen besonderen Wert in der Gemeinschaft und wird so gesehen und gehört und somit wertgeschätzt. Niemand muss ein anderes Kind erniedrigen oder sich selbst aufplustern, weil es seinen eigenen Wert kennt und dadurch einen wertvollen, sozialen Umgang mit anderen pflegt.

naturverbundenes und vernetztes Lernen

Die Natur lehrt uns nicht nur den natürlichen Zyklus von Pause und Aktivität.

Sie dient uns als Vorbild für effiziente, nachhaltige und innovative Lösungen in verschiedenen Bereichen, wie Medizin, Architektur, Flugzeugbau und Robotik. Sie veranschaulicht die Vernetzung aller Dinge und die Notwendigkeit einer hohen Anpassungsfähigkeit an den stetigen Wandel.

Im Gegensatz zum menschlichen Ansatz, Dinge in Einzelteile zu zerlegen, um sie zu verstehen, verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz. Wir unterrichten nicht nach einem traditionellen Stundenplan mit einzelnen Fächern, sondern integrieren verschiedene Lerninhalte in einem übergreifenden Kontext.

Ein Beispiel dafür ist, wenn die Baustelle vor der Tür zum Lernfeld wird: Wir suchen passende Bibliotheksbücher (Deutsch), basteln und experimentieren mit Beton (TTG), zeichnen (BG, Geometrie) und berechnen das Verhältnis von Zement, Kies und Wasser (Mathematik). Die Bauarbeiter werden beobachtet und interviewt, um die Kinder auf ihrem eigenen Wissensstand abzuholen und ihre eigenen Fragen zum Thema zu beantworten.

Ein weiteres Beispiel für unseren ganzheitlichen Ansatz ist der Einkaufsprozess: Hierbei werden Gemüse und Früchte gewogen (Mathematik) und Preise, Qualität sowie Nachhaltigkeitsaspekte (NMG) verglichen und bewertet. Die Kinder haben die Möglichkeit, ihre Einkaufswünsche einzubringen, und wir diskutieren gemeinsam über die Sinnhaftigkeit ihrer Auswahl im Hinblick auf achtsames Konsumverhalten (NMG und Ethik).

Im Anschluss an den Einkauf werden die Lebensmittel gewaschen und geschnitten, wobei die Feinmotorik der Kinder trainiert wird. Dieser Prozess fördert nicht nur die praktische Anwendung mathematischer und naturwissenschaftlicher Kenntnisse, sondern auch die Entwicklung sozialer und emotionaler Kompetenzen, wie z.B. die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.